Zweiter Versuch: Pfingstsingen am 22. Mai 2021 in Sondershausen


Das Präsidium des Chorverbandes Thüringen e.V. hat unter Federführung unseres Verbandschorleiters Prof. André Schmidt, ein Projekt entwickelt, das nach einem Jahr des Chor-Schweigens endlich wieder gemeinsames Singen möglich machen könnte. Ganz bewusst stellt sich der Verband damit in die Reihe der vielen Aktionen, die sich aktiv mit der Eindämmung der Pandemie beschäftigen. Es geht daher nicht um ein ungeduldiges und leichtfertiges Öffnungsbegehren für die Chorszene, sondern um die wirkungsvolle Mithilfe bei der Pandemie-Bekämpfung und eine Perspektive für die Zeit der Wiederbelebung des kulturellen Lebens“, erklärt Präsidentin Katja Mitteldorf.

Seit mehr als 10 Jahren ist Thüringens größtes Chorprojekt THURINGIA CANTAT regelmäßig zu Gast in der Landesmusikakademie Sondershausen. Dort finden sich ideale Arbeitsbedingungen und professionelle Unterstützung durch das Team der Institution. Daher wurde sich aktiv für diesen Ort für das Modelprojekt entschieden.

„Unser Projekt sieht einen musikalischen Tagesworkshop mit maximal 40 Personen vor, welchem eine  Teststrecke in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Ärzteteam und dem DRK Sondershausen vorgelagert wird. Konkret bedeutet dies, dass die TeilnehmerInnen gestaffelt anreisen und durch die Testschleuse erst nach negativem Schnelltest anschließend als eine isolierte Kohorte unter Einhaltung aller bestehenden Hygienevorschriften der Landesmusikakademie und des Chorverbandes Thüringen e.V. miteinander musizieren können“, erläutert Verbandschorleiter Prof. André Schmidt seine Idee.

Ausgangspunkt sei die Erkenntnis, dass nur durch ausreichende und flächendeckende Tests die Infektionsketten durchbrochen werden können. Jeder Test sei eine Information, das Dunkelfeld aufzuhellen, heißt es aus dem Präsidium des Chorverbandes. 

„Mit unserem Konzept wollen wir konkrete Maßnahmen ergreifen, um verantwortungsbewusste Öffnungen möglich zu machen. Die Bereitschaft zum Test hat bisher zu wenige Menschen erreicht. Die Tests werden häufig als unnötig und unangenehm empfunden und somit negativ wahrgenommen. So entsteht ein gefährliches Dunkelfeld von asymptomatischen Infektionsträgern“, ist Prof. Schmidt sicher.

„Durch unsere Verknüpfung mit einem Erfolgserlebnis werden die Tests als Chance gesehen, etwas Positives erleben zu dürfen. So könnten Chorproben mit vorgelagerten professionellen Teststrecken zu einem einzigartigen Instrument der Pandemie-Einschränkung werden, und auch für andere Bereiche der Freizeitarbeit als Pilotprojekt dienen“, ergänzt Mitteldorf.

Der Antrag wurde beim Gesundheitsamt Sondershausen eingereicht und liegt dort zur Prüfung und Absprache mit dem Gesundheitsministerium vor. Nach erster Durchsicht erschien der Antrag des Verbandes dem Gesundheitsamt nach telefonischer Auskunft sehr fundiert und könnte durchaus Modellcharakter erwirken. Da bei landesweiten Modellprojekten für die Genehmigung die 7-Tage-Inzidenz des jeweiligen Landkreises oder der kreisfreien Stadt zugrunde gelegt wird, ist mit einer tatsächlichen Durchführung des Modellprojektes spätestens zu Pfingsten zu hoffen.

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Thuringia Cantat