Stand Oktober 2021

Trotz sinkender Werte hat uns die pandemische Lage leider nach wie vor noch fest im Griff und somit nach wie vor massive Auswirkungen auf die Chorszene, das regelmäßige Proben unserer Mitgliedschöre und die lang herbei gesehnten Chorkonzerte – vor allem mit Blick auf den Advent und die Weihnachtszeit. Hier finden sie alle aktuell geltenden Bestimmungen für das Chorleben.

 

 

Chorproben und Chorkonzerte

 

Mit der am Montag, den 4. Oktober 2021 in Kraft tretenden Landesverordnung des Freistaates Thüringen (gültig bis 31. Oktober 2021) gibt es nun immerhin Neuerungen und Hoffnungsschimmer. Denn auch Chorproben fallen nun unter den Bereich der Veranstaltungen und profitieren somit von den neuen 2G- und 3Gplus-Optionen für die Veranstalter und Durchführenden.

Die Chorproben wie auch Chorkonzerte können wie seit Juni 2021 gültig je nach Warnstufe des jeweiligen Landkreises  in Außenbereichen und Innenbereichen unter Einhaltung eines aktuellen, vom Chor erstellten Hygienekonzeptes und der dazu gehörigen Dokumentation wie z. Bsp. Anwesenheitslisten etc. (siehe Dokumentenvorlagen unten) durchgeführt werden. Hierbei gilt nach wie vor die Einhaltung der Abstände von 1,5 m zu allen Seiten der Singenden, die Maskenpflicht außerhalb des Sitzplatzes sowie der  Nachweis eines negativen Testergebnisses zu jeder Chorprobe, wenn seitens der Verantwortlichen des Chores keine 2G- oder 3Gplus-Option festgelegt und der zuständigen Gesundheitsbehörde angezeigt wurde. Mit den Optionsmodellen entfällt die Abstands- und Maskenpflicht bei Proben und Konzerten. Die weitere Testung aller Teilnehmenden wird dringends empfohlen.

Was sind das für neue Optionen?

2G-Optionsmodell

Das 2G-Optionsmodell beschreibt ein Zugangsmodell, „bei dem der Zugang auf nachweislich geimpfte und genesene asymptomatische Personen, soweit keine Ausnahme nach dieser Vorordnung vorliegt, beschränkt wird“. Besondere Regelungen gelten für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, sowie für Personen (beispielsweise Schwangere), denen die Impfung anderweitig nicht möglich war oder ist (s.u.).

3G+- Optionsmodell

Das 3G-Plus-Optionsmodell ist im Prinzip ein erweitertes 2G-Optionsmodell. Das heißt, dass hier die Möglichkeit besteht, auch Personen den Zutritt zu gewähren, die einen Nachweis eines negativen Testergebnisses durch einen PCR-Test oder eines Tests mit einem alternativen Nukleinsäure-Amplifikati-onsverfahren1 vorlegen können. Der PCR-Test darf hierbei nicht länger als 48 Stunden zurückliegen, ein Test mit einem alternativen Nukleinsäure-Amplifikationsverfahren darf nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Für das 3G+- Modell ist allerdings in geschlossenen Räumen eine maximal 75%ige Auslastung möglich.

Besondere Regelungen gelten auch hier für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, sowie für Personen (beispielsweise Schwangere), denen die Impfung anderweitig nicht möglich war oder ist (s.u.).

Regelungen für beide Optionsmodelle

Kinder- und Jugendliche

Es ist sowohl für das 2G als auch das 3G+-Modell darauf hinzuweisen, dass asymptomatische Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres und alle noch nicht eingeschulten Kinder sowie „ asymptomatische Schüler, die den Nachweis der Teilnahme an einer regelmäßigen Testung im Rahmen eines verbindlichen Testkonzepts erbringen“ hier den genesenen bzw. geimpften Personen gleichgestellt sind (§1 Absatz 4, Satz 1).

Für Kinder bzw. asymptomatische Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, die nicht unter den hier zitierten §1 Absatz 4, Satz 1 fallen, wird die Vorlage eines negativen Antigenschnelltests oder der Nachweis der Teilnahme an einer regelmäßigen Testung im Rahmen eines verbindlichen Test-konzepts an Schulen, notwendig.

Ausnahmen

Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht geimpft werden können oder deswegen innerhalb der letzten drei Monate vor dem Zugang nicht geimpft werden konnten2 und dies mit einem ärztlichen Attest nachweisen können, erhalten nach Vorlage eines negativen Antigenschnell-tests ebenfalls Zugang.

Nachweispflicht

Die hier benannten Nachweise wie Impfnachweis, Genesenennachweis, Nachweis der regelmäßigen Testung oder eines negativen Antigenschnelltests, sind vom Veranstalter zwingend zu prüfen und im Fall, dass eine Vor-lage seitens des Besuchers nicht erfolgt, ist der Zutritt zu verweigern (§11a, Absatz 3). Außerdem ist in geschlossenen Räumen die Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten.

Die Vorlagepflicht eines Test-, Impf- oder Genesenennachweises gelten im Einklang mit dem Bundesinfektionsschutzgesetz § 28a, Absatz 1, Nr. 2a, auch für Beschäftigte des Veranstalters, die Kontakt zu Besuchern haben bzw. sich in den gleichen Räumen mit ihnen aufhalten. Die Verpflichtung auf Vorlage eines entsprechenden Nachweises ist im Sinne des präventiven Infektions-schutzes nicht auf bestimmte Personengruppen, wie beispielsweise das Gesundheitswesen, eingeschränkt.

 

Was muss mein Chor jetzt also genau machen, um wieder in halbwegs normaler Form proben zu dürfen?

1) Wir entscheiden gemeinsam, ob und welche Option wir als Chor umsetzen wollen.

2) Wir überarbeiten unser bereits vorhandenes Hygienekonzept entsprechend der gewählten Option und zeigen alle unsere kommenden Proben unter Einhaltung dieses überarbeiteten Hygienekonzeptes sowie der dazu gehörigen Dokumentation unserer zuständigen Gesundheitsbehörde an.

3) Wir können, hoffentlich alle wieder gemeinsam, ohne Abstand proben!

 

Was ist bei einem Chorkonzert zu beachten im Moment?

Veranstaltungen in Innenräumen

Bei bis zu 500 gleichzeitig erwarteten bzw. teilnehmenden Personen ist eine Anzeige mindestens fünf Werktage vor Veranstaltungsbeginn bei der zuständigen kommunalen Behörde sowie die Kontaktnachverfolgung Pflicht.

Bei über 500 gleichzeitig erwarteten bzw. teilnehmenden Personen ist ein Antrag spätestens zehn Werktage vor Veranstaltungsbeginn bei der zuständigen Behörde sowie deren Erlaubnis erforderlich. Auch hier muss eine Kontaktnachverfolgung erfolgen.

Veranstaltung im Außenbereich

Bei bis zu 1.000 gleichzeitig erwarteten bzw. teilnehmenden Personen ist eine Anzeige mindestens fünf Werktage vor Veranstaltungsbeginn bei der zuständigen kommunalen Behörde Pflicht.

Bei über 1.000 gleichzeitig erwarteten bzw. teilnehmenden Personen ist ein Antrag spätestens zehn Werktage vor Veranstaltungsbeginn bei der zuständigen Behörde sowie deren Erlaubnis erforderlich.

Des Weiteren sollte

  • der Kartenvorverkauf weitgehend kontaktlos, z. B. digital erfolgen und Tickets nur sitzplatzbezogen verkauft.
  • Die Verwendung von Mund-Nasen-Bedeckungen in Toiletten und Einlassbereichen sowie an Gastronomie-Punkten, bei denen es zu einer Verdichtung zwischen den Teilnehmern kommt, Pflicht sein.
  • ein Bestuhlungsplan den Abstand (Besetzung maximal nur jedes zweiten Sitzplatzes) zu anderen Sitzplätzen sicherstellen, wenn keine der beiden Optionen gewählt wurde.
  • Zu- und Abgänge gesteuert werden.

Abstände können weitergehend reduziert werden, wenn Personen nebeneinandersitzen, die einem gemeinsamen Haushalt angehören; das gilt auch für private Gemeinschaften, bei der zumindest Einverständnis zur Reduzierung des Abstandes besteht, z. B. bei gemeinsamer Kartenbestellung. Diese Regelung ist bei Optionswahl irrelevant.

Der Ordnerschlüssel ergibt sich aus der Veranstaltungsart und den damit verbundenen Risiken sowie den konkreten örtlichen Gegebenheiten, wie Einlass-Logistik, Sicherheitskonzept usw.

Bühnenbereich/Aktive

Über die in der Veranstaltungsstätte geltenden Infektionsschutzregeln hinaus ist im Bühnen- und Umkleide-Bereich für die Aktiven zu beachten, wenn keines der beiden Optionsmodelle gewählt wurde:

  • Soweit es möglich ist, ist die Abstandsregel von 1,5 m einzuhalten.
  • Verantwortliche und aktiv Mitwirkende tragen in geschlossenen Räumen auf dem direkten Weg zum und vom Auftritt eine Mund-Nasen-Bedeckung; wenn ein engerer oder längerer Kontakt zu anderen Personen unvermeidbar ist, sollte eine qualifizierte Gesichtsmaske verwendet werden.
  • Programmgestaltung zur Animation der Gäste zum Schunkeln und Tanzen, Singen bzw. Mitsingen oder zum Verlassen des Sitzplatzes möglichst nur im Freien und im geschlossenen Räumen nur bei ausreichend Platzverhältnissen.
  • Bei Bühnenaktivitäten soll auf Distanz geachtet werden; Mikrofone, die nicht personengebunden benutzt werden, sind mit Plastikschutz zu versehen; Desinfektion von Programmutensilien vor Nutzerwechsel, soweit nicht jeder Aktive seine eigenen Utensilien verwenden kann.
  • besondere Abstände bei Musikgruppen mit Blasinstrumenten zu Gästen und den Aktiven untereinander einhalten. Eine Aufteilung der Bühne in verschiedene Bereiche (Tanz, Gesang, Kapelle).
  • Gekennzeichnete Auf- und Abgänge im Bühnenbereich ohne Kreuzungen und Gästekontakte; Auftrittswege sind so zu wählen, dass wenig Kontaktmöglichkeiten der verschiedenen Auftrittsgruppen bzw. zu den Gästen bestehen.

 
Die aktuelle Landesverordnung vom 4. Oktober 2021 finden sie hier

Die Branchenregelungen mit Stand vom 17.09.2021 finden sie hier. Diese wird voraussichtlich in der kommenden Woche angepasst werden.

Die tägliche Übersicht über die Warnstufe/Basistufe für Ihren Landkreis findet man hier.

CHORona-Dokumente Vorlagen und wichtige Links

Dokumentation Hygienemaßnahmen - Anwesenheitsliste (PDF) oder (DOCX)

Dokumentation Hygienemaßnahmen und Lüftung (PDF) oder (DOCX)

TN-Bestätigung Probenteilnahme und Belehrung (PDF) oder (DOCX)

Beispiel aktualisiertes Hygienekonzept des Psycho-Chor der FSU Jena e.V.

Beispiel Hygienekonzept des Madrigalchores Weimar

Auch vom Deutschen Chorverband wurden den Landesverbänden seit vergangener Woche ein Positionspapier zur Wiederaufnahme der physischen Probenarbeit in Cororna-Zeiten zur Verfügung gestellt.  Dieses Positionspapier des Deutschen Chorverbands wurde in Kontakt des Chorverbands Berlin mit Prof. Dr. med. Dirk Mürbe von der Klinik für Audiologie und Phoniatrie der Charité Berlin entwickelt und basiert auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das möchten wir Ihnen auch das persönliche Anschreiben von Herrn Christian Wulff, Präsident des Deutschen Chorverbandes, zur Verfügung stellen.

Informationen des Deutschen Chorverbandes hier